• +++ Das THINK TANK STADE Team bedankt sich bei allen Beteiligten. Anfang September erscheint die dokumentierende Broschüre zum Projekt +++

THINK TANK außer Haus im Elbeklinikum Stade am 10.02.19: Begegnungsorte und Treffpunkte im Elbeklinikum

Das Foyer mit der Cafeteria ist der mit Abstand wichtigste Begegnungsort im Klinikum. Am Sonntag um 15.00 Uhr ist die Cafeteria bis auf den letzten Platz gefüllt. Ebenso sind die nach dem Umbau des Foyers verbliebenen Plätze in den Wartezonen komplett mit Besuchern und Patienten besetzt. Das liegt zum einen am „Schmuddelwetter“ des Februar und zum anderen am Wochenende, „an dem immer viel los ist“, wie die Mitarbeiterinnen der Cafeteria erzählen.

Auf die Frage, ob es wohl das am meisten frequentierte Café der Stadt ist, können sie nicht beantworten. Allerdings stellen sie fest, dass sie sich nie über Mangel an Arbeit beklagen müssten. Der Sonntag sei natürlich schon ein Hauptbesuchstag, erfahre ich. Die allermeisten Besucher*innen und Patienten*innen sind dankbar und zufrieden mit den Möglichkeiten der Begegnung außerhalb des Krankenzimmers und nutzen das Foyer und die Cafeteria zahlreich. Einige Patienten*innen wünschen sich insgesamt „ein bisschen mehr Platz, dazu kleinere Einheiten für intime Gesprächsrunden mit Angehörigen und Besuchern“. 

Ich fahre mit dem Aufzug auf die Stationen und steige auf jeder Etage aus – bis in den sechsten Stock. Auf allen Etagen befinden sich Wartezonen direkt gegenüber des Fahrstuhlausgangs. Jeweils sechs Sitzplätze mit integrierten Tischen, dazu ein paar Pflanzen bieten Orte für Begegnungen zwischen Patienten*innen und Besucher*innen. Auch diese sind an diesem Sonntag ausnahmslos voll besetzt. Mit einigen Menschen komme ich ins Gespräch über die Qualität dieser Treffpunkte. Von „Ein bischen unglücklich, dass man so auf dem Präsentierteller sitzt!“ über „Ein bisschen kuscheliger hätte ich es schon gerne!“ bis „In der Cafeteria waren wir schon!“ bzw. „... schön nah am Krankenzimmer!“ reichen die Meinungsbilder. 

Der Patientengarten mit dem Steinlabyrinth an seinem neuen Standort

An der Rezeption sagt man mir, dass Besucher und Patienten häufiger nach Aufenthaltsorten – auch im Außenbereich – fragen würden. Zum Beispiel sei der Patientengarten samt Steinlabyrinth wegen Umbaumaßnahmen auf dem Gelände umgezogen. Am neuen Standort bietet er momentan keine Sitzplätze. Ich erinnere aus früheren Klinik-Besuchen, dass am alten und größeren Standort auch Bänke standen.

Der große Umbau des Klinikums und die damit verbundene räumliche Erweiterung ist an jeder Stelle im Außengelände sichtbar. Kräne, Baustraßen und Bautätigkeit sind überall auf dem Gelände. Inwieweit auch zusätzliche Begegnungsorte vorgesehen sind, konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Die Raucher*innen finden hingegen immer einen Treffpunkt. Bei Wind und Wetter stehen sie rechts vor dem Eingang und haben viel Kontakt und Austausch miteinander. Früher sagte man Rauchern ja eine gewisse Geselligkeit nach. Vielleicht ist es ja noch immer so. Sie werden ja auch immer weniger und rücken noch näher zusammen. Von einigen hörte ich, dass es auch schon andere Rauchzonen auf dem Krankenhausgelände gegeben habe. Ich konnte an diesem Tag auch nicht in Erfahrung bringen, ob es in der Kinder-und Jugendklinik oder in dem gesonderten Gebäudeteil der Psychiatrie zusätzliche bzw. spezielle Aufenthalts- und Begegnungsorte gibt. Ich werde das spätestens bei meinem nächsten Termin im Klinikum recherchieren.