• +++DIE MÄRZ-THEMEN SIND ONLINE+++JETZT STEHEN DIE STADTTEILE IM FOKUS+++

Blog

In unserem Blog berichtet Moderator Matthias Weber fortlaufend über das Projekt.

WOCHE 9

Die Stadt- und Ortsteile Stades sind von großer Vielfalt und haben ihre eigene Identität

Ich bin in den vergangenen Wochen immer wieder kreuz und quer durch die Stadt gestreift und habe mich mit den Stadtteilen und Quartieren beschäftigt. Diese bieten eine große Vielfalt und völlig unterschiedliche Eindrücke, Bilder und Problemfelder. Da gibt es die Ortschaften, die vor Jahren nach Stade eingemeindet wurden, wie Bützfleth oder Wiepenkathen, die aber immer noch einen Teil ihrer Eigenständigkeit in Form von  Infrastruktur oder Ortsräten haben. Die Bützflether*innen etwa freuen sich aktuell über den wieder fließenden Verkehr auf ihrer Hauptstrasse. Ein Stadtteil wie Ottenbeck, der nach der Konversion des ehemaligen Kasernengeländes, auch schon auf eine eigene 20 jährige  Geschichte zurückblickt, gilt als ein stadtplanerisches Vorzeigeprojekt. Anders das Altländer Viertel, das zwar seit Jahren im Fokus der Bemühungen der Stadtverwaltung liegt, planerisch begleitet und saniert wird, dabei jedoch offensichtlich ein „Problemviertel“ bleibt. Andere innerstädtische Quartiere und Stadtteile wie Campe, Schölisch, der Hohenwedel und Hahle haben zum Teil für vielfältige Schlagzeilen und Bürgerproteste gesorgt - seien es in Schölisch die Diskussionen um die Strassenausbauverordnung oder in Campe die Bürgerinitiative, die eine Beteiligung an der Beplanung der Camper Höhe einfordert. Viele Stadtteile, wie auch Stades Innen-und Altstadt, sind einem beständigen Wandel unterworfen. Dazu kommen Neubaugebiete wie Riensförde, die wie Satelliten auf der „grünen Wiese“ entstehen und ihre Identität erst noch finden müssen.

Um die Diskussionen am THINK TANK vorzubereiten, komme ich immer in die Stadtteile, um Themen und Thesen von den Experten*innen - den Bewohnern*innen zu erfragen. Halten sie Ausschau nach dem Projektmobil.

(TERMIN INFOS geben wir über unsere Website und der Presse bekannt) 

Mit dem Projektmobil unterwegs in den Stadtteilen: Im Altländer Viertel, in Bützfleth, in Hahle und in Campe.

WOCHE 8

Was verbindet Stade und New York?

New York hat seit 1977 einen verbrieften Stadtneurotiker. Woody Allen spielt sich in dem gleichnamigen Film (deutscher Kinotitel) in der Rolle des Alvy Singer ein Stück selbst und hat damit ganz nebenbei Filmgeschichte geschrieben.

Stade sucht ab 2018 seine eigenen „Stadtneurotiker“. Aber nicht nur die, sondern auch „Stadtnetzwerkerinnen, Stadtbummler, Stadtheldinnen, Stadtverbesserer und Stadtschwärmerinnen,“- natürlich auch „Nörgler und Visionäre“, wie das Stader Wochenblatt titelte. Der THINK TANK STADE hat sich eine Postkartenkampagne ausgedacht um einmal ganz anders für das Projekt zu werben. So werden viele Bewohner*innnen Stades jetzt bei den Projektfriseuren, im Stadtteilhaus des Altländer Viertels, im Museum, in der Seminarturnhalle, in der öffentlichen Bibliothek, bei der Volkshochschule, in Gastronomiebetrieben und an vielen anderen Orten der Stadt diese Postkarten finden.

Warum? Bei vielen Begegnungen und Gesprächen habe ich, wenn das Gespräch auf das Projekt THINK TANK STADE zu sprechen kam, gehört: „Ja DIE machen da was!“ Dass DIE aber eigentlich ICH oder DU bedeutet, war vielen nicht klar oder es fehlte einfach die persönliche Ansprache. Das wirklich ALLE eingeladen sind, sich an dem Projekt zu beteiligen und einen wesentlichen Beitrag zu einer öffentlichen Diskussion über UNSERE Stadt zu leisten, soll noch mehr in den Vordergrund gestellt werden. Das Projekt hat in der Stadt eine immer größere Bekanntheit und die Runden am THINK TANK werden von vielen Teilnehmern*innen gut angenommen. Wir würden uns freuen, wenn unsere neue Kampagne dazu beiträgt, auch diejenigen zu ermutigen, die sich vielleicht bisher noch gar nicht angesprochen fühlen. Im März machen wir die Stadtteile und Quartiere zum Thema am THINK TANK. Aber dazu schreibe ich einen gesonderten Blogbeitrag.

WOCHE 7

Wunderheilung im Klinikum

Der Bereich im Elbe Klinikum, wo die monatlichen THINK TANK Gespräche stattfinden – ausschließlich mit Moderatoren Equipment und THINK TANK Display. Das ist dem Patientenschutz geschuldet. Es war gar nicht so einfach einen Moment abzupassen wo keine Menschen, Patienten sowie Besucher im Fotoblickfeld waren. Gerade Sonntags, an einem der Hauptbesuchstage, ist hier richtig was los und es handelt sich nicht um eine durch den THINK TANK spontan ausgelöste Wunderheilung.                                                                                                                                               

Der THINK TANK STADE ist einmal im Monat zu Gast im Elbe Klinikum Stade. Im Foyer steht das THINK TANK Display mit Flyern und weiteren INFOS rechts in einem Warte- und Ruhebereich neben der Information. Jeweils an einem Sonntag im Monat von 15.00 -16.00 Uhr werden dort, ebenso wie bei den wöchentlichen Terminen im Museum, auf einem mobilen Tablet, Statements von Patienten oder deren Besuchern zu den jeweiligen Themen festgehalten. Am letzten Sonntag ging es um das Thema: Was macht Stade besonders? Hat Stade so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal? Dazu gab es relativ übereinstimmende Antworten. Die Teilnehmer haben die Gelegenheit aber auch genutzt um persönliche Einschätzungen über ihre Stadt zu benennen. Die Beiträge finden sie zusammengefasst im Diskussionsforum.

WOCHE 6

Über das Analoge in der digitalen Welt!

Das Projekt THINK TANK STADE versucht, das Analoge mit dem Digitalen zu verbinden. Die Gesprächsrunden im Museum oder im Elbeklinikum sind zuallererst einmal Gesprächsrunden, in denen sich unerschiedliche Menschen treffen, um über Themen unserer Stadt zu sprechen. Statements und/oder Ergebnisse werden dann digital auf unserer Website veröffentlicht um sie vielen Stader*innen zugänglich zu machen. In der letzten Runde hat die Aktionskünstlerinn Carola Kühler ein Plädoyer für analoge Begegnungen gehalten. Wir werden uns bemühen, eine ausgewogene Mischung zu realisieren.

KulturStühle

Die Modelle der KulturStühle auf dem THINK TANK Tisch.                            

WOCHE 5

Was ist ein „Tingtong“?

In persönlichen Gesprächen und bei meinen Besuchen bei den Projektpartnern kam häufig die Frage auf, warum das Projekt nun eigentlich THINK TANK STADE heißt. „Was bedeutet das?“ „Gibt’s das nicht auf Deutsch?“ „Was ist das für ein Tingtong?“ „Muss ich das bei Wikipedia suchen?“
Zur Klärung: Ein Thinktank ist ein aus dem Englischen übernommener Ausdruck, der in seiner ursprünglichen Bedeutung ein Team von Experten*innen beschreibt, die sich zumeist Gedanken um politische, gesellschaftliche, soziale, betriebliche oder wirtschaftliche Fragen macht, um die Ergebnisse an maßgebliche Entscheidungsträger*innen zu übergeben.
Unsere Idee bei der Namensfindung THINK TANK STADE war, dass Alle Stader*innen immer auch Experten*innen sind, wenn es um die Belange Ihrer Stadt geht. Wer sonst kann so persönliche, tatsächlich erlebte und erfahrene Geschichte(n) zum Lebensgefühl dieser Stadt beitragen, als die Bürger*innen selbst. Somit bezeichnet der Titel unseres Projektes gewissermaßen die „Stader Denkfabrik“ oder das „Stader Diskussionsforum“. Dieses Projekt beschäftigt sich sowohl mit der Geschichte aber eben auch mit den aktuellen und zukünftigen Fragen unserer Stadt und entwirft im besten Fall eine Vision für sie. Es ist ein öffentliches Forum, das sich aus möglichst vielen subjektiven Lebenserfahrungen und Einschätzungen speist aber auch eine spezielle Diskussionskultur pflegt, die wir mit dem THINK TANK STADE über die kommenden fast zwei Jahre praktizieren wollen.

Anstelle eines Fotos, das ich normalerweise hier einstelle, habe ich an unserem THINK TANK, dem Medientisch und Treffpunkt, eine Skizze gezeichnet. Ich bin so begeistert von den technischen Möglichkeiten, dass ich sie direkt hochgeladen habe. Freue mich schon auf alle bildlichen Beiträge, die da noch kommen werden.

Das Bild zu diesem Beitrag findet ihr im Diskussionsforum!

WOCHE 4

Mit Schwung ins neue Jahr

Der THINK TANK STADE arbeitet seit 3 Wochen öffentlich. 16 Bürger*innen Stades waren bereits im Museum an unserem Medientisch, dem THINK TANK, und haben dort über Themen unserer Stadt gesprochen. Einige Kommentare zu den Statements sind per Mail eingegangen. Zahlreiche Besucher der Eingangsveranstaltung haben Ihre Themenvorschläge und Statements auf unserer Pinwand im Sonderausstellungsraum des Museums hinterlassen. Auch per Mail erreichen uns beständig Vorschläge, welche Themen in dieser Stadt von Bürgern*innen gesehen und diskutiert werden sollten. Diese reichen von Nachhaltigkeitsthemen wie: Altstadt-Strukturfond, Transition Town-Bewegung und Urban Gardening im Sinne einer „essbaren Stadt“, bis zu stadtentwicklungspolitischen Fragen, wie: "Was bedeuten die Digitalisierung für Stade, der Grüngürtel, die Innenstadtbebauung, natürlich die Straßenausbauverordnung  und die Möglichkeiten der Elbquerung für Freizeit und Wirtschaft?" Außerdem werden in Stade Repair Cafes, eigene Kaffeeröstereien und Stader Craft-Beer-Brauer, Pop Up Stores, Clubs und Transparenz der Verwaltung vermisst. Wir freuen uns über diese ersten Anregungen zu Themen für das Projekt und werden versuchen, möglichst viele aufgeworfenen Fragen am THINK TANK zu diskutieren.

Pinnwand

Pinwand mit Kommentaren in der Ausstellung „40 Jahre Schwedenspeicher“                                            

Es gibt auch kritische Stimmen die den THINK TANK STADE für ein „Pseudoprojekt“ halten und das Geld lieber woanders verwendet sehen wollen, z.B. für Freibier für Alle und/oder die unseren honorigen Museumsnachbarn Herrn H.J. Berg in Bronze gegossen haben möchten. Dem haben wir unten (siehe Foto) schon entsprochen.

Wir sind uns sicher, dass der THINK TANK STADE kein “Pseudoprojekt“ ist und sein wird - sondern eine breite Gesprächs- und Diskussionskultur anschieben kann, die vielleicht auch eine Vision entwirft wie wir in unserer Stadt leben wollen.

Foto: Kreiszeitung, Bearbeitung/Collage: Selbst

WOCHE 3

Unser ultimativ schönstes Weihnachtsfoto 2017 …

… kommt von einer Neustader*inn. Sanae Nadoyama stammt von der südlichsten Insel Japans Okinawa und lebt seit nicht mal einem Jahr in Stade. Sie muss sich an die klimatischen Bedingungen Norddeutschlands noch gewöhnen, hat aber vor Weihnachten die kurze Phase des frühen winterlichen Schneefalls genutzt, um den ersten Schneemann Ihres Lebens zu bauen.

Das THINK TANK Stade Team …

… bedankt sich an dieser Stelle bei allen Bewohner*innen Stades - die schon einen Beitrag in unserem Diskussionsforum beigesteuert haben - und wünscht Allen ein stressfreies Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

My first snowman ever was born in 11 December 2017 in Stade near the museum. It was -1°! At the same day, Okinawa was 14°!! I was very happy to made him! I named him: Pirate snowman! Can’t you see a cannon next to him? At the night, I was dreaming of him. …And then, the next morning, I visited him. I’m the creator, so that I needed to check does he still exist or not. But,,, He already passed away,,, …. 

Foto: Sanae Nadoyama

WOCHE 2

„Meine Lieblingsplätze und Orte in Stade“

Am Samstag, den 16.12. um 15.00 Uhr, sprechen wir darüber, ob es in Stade so etwas wie „magische oder außergewöhnliche“ Orte und Plätze gibt. Sind das vielleicht welche, mit denen meine eigene Stader Geschichte zu tun hat? Oder kann man am Elbe-Anleger dem Panorama aus Supertankern auf dem Weg nach Hamburg, Kernkraftwerk im Rückbau und Großindustrie Richtung Bützfleth genau die romantischen Bade- und Freizeit-Highlights am nahegelegenen Strand erleben?

Meine Lieblingsorte habe ich meistens bei meiner Arbeit als Zeichner auf archäologischen Grabungen in Stade kennengelernt, allen voran die „Schwedenschanze“ am Lauf der Schwinge, ein super Ort, der sich so schnell nicht verändern wird. Anders Riensförde, wo ich mich an ein spektakuläres Gräberfeld erinnere, das erste Haus wurde unter einem Zelt gebaut, direkt neben der Grabungsstelle. Und kaum zwei Jahre später ist das ganze Areal nicht wiederzuerkennen. Ein Highlight damals: die Fußgänger- und Radfahrerunterführung unter der Bahn, am Rande des entstehenden Wohngebiets Richtung Heidbecktal und Ottenbeck.

Mein Lieblingstunnel – wo sind eure Lieblingsplätze? 

unbekannter Radfahrer

Foto: unbekannt

WOCHE 1

Gelungener Start

Am letzten Wochenende haben wir mit der kleinen Sonderausstellung zu 40 Jahre Museum Schwedenspeicher auch unser THINK TANK Stade Projekt publikumswirksam der Öffentlichkeit vorgestellt. Über 300 Besucher haben sich über die Geschichte des Museums und das neue Projekt vor Ort informiert. Den Imagefilm gab es als Erstaufführung im Kinoformat und die Kinder haben die mit Helium gefüllten THINKTANK Luftballons als erste sichtbaren Wolken (Clouds) mit auf den Weihnachtsmarkt genommen. Es gab die ersten Interessierten am THINK TANK Tisch die sich mit den Funktionen und Möglichkeiten dieses Mediums vertraut gemacht haben. Einhellige Meinung: Ein Super-Projekt auf das sich Viele freuen und das der Stadt guttun wird.

Start in die Diskussionsrunden

Letzen Dienstag konnte ich die ersten 3 Besucher am THINKTANK begrüßen und auch am Samstag waren trotz Vorweihnachtstrubel 5 Stader*innen gekommen um sich mit der Innen-und Außenwirkung Ihrer Stadt zu beschäftigen.

Besucher erkunden den THINK TANK

Foto: Martin Elsen